Wohngebiet

IMG_2500Das Wohngebiet wurde in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Familien besiedelt, die auf der Suche nach Brot und Arbeit aus dem Landesinnern und Paraguay an den Rand der Hauptstadt gezogen sind. Die meisten haben ein kleines Grundstück erworben, auf dem sie sich im Laufe von Jahren ein bescheidenes Steinhaus errichten konnten.

Seit den 90er Jahren wurden die Rand-gebiete,vor allem am Bahngleis entlang, immer mehr von Armen besetzt, die in elenden Hütten hausen und sich mit kurzfristigen Jobs oder Sammeln von Altmaterial über Wasser halten. So bildeten sich Slums mit menschen-unwürdigen Wohnbedingungen.

Aufs Ganze gesehen hat sich die Infrastruktur in den letzten 20 Jahren verbessert: immer mehr Straßen wurden asphaltiert, gleichwohl bestehen noch etwa 60 Prozent des „Straßen-netzes“ aus Lehmwegen, die sich bei Regen in unpassierbare Schlammwüsten verwandeln.
Die Versorgung mit Tefonanschlüssen, mit fließendem Wasser und Erdgas wurde voran-gebracht; in einigen Straßen wurde eine Abwasserkanalisation gelegt, wenngleich viele Wege weiterhin von offenen, stinkenden Abwässergräben gesäumt sind.
Im Sommer kommt es immer wieder zu Stromausfällen, der Druck in den Wasser-leitungen reicht oft nicht, und im Winter wird regelmäßig das Gas knapp.
Die wirtschaftlich-soziale Situation der Menschen hat sich in den letzten Jahren ein wenig verbessert, weil die Regierung zahlreiche Sozialpläne aufgelegt hat. Zurzeit macht die Inflation die Fortschritte wieder zunichte. Die Arbeitslosigkeit liegt bei „gefühlten“ 30 bis 40 Prozent, mal mehr, mal weniger, genaue Zahlen fehlen. Die offiziellen Statistiken sind manipuliert und haben für die Armenviertel keine Aussagekraft.